Metaphern - Geschichten zum Nachdenken      

Der Adler im Hühnerstall
 

Es war einmal ein Farmer. Eines Tages, während eines Spazierganges auf dem Lande, fand er ein verlassenes Adlernest. Darin fand er ein Ei und er nahm es mit nach Hause, er wollte versuchen, ob er es ihm gelingen würde, das Ei auszubrüten. Er legte das Ei in den Hühnerschlag, sodass es von den Hühnern schön warm gehalten wurde. Diese waren zufrieden es auszubrüten, einfach wie ein weiteres eigenes Ei. Bald danach schlüpfte ein kleines Adlerjunges aus der Schale und begann sein Leben im Hühnerstall.

Als das Adlerküken etwas herangewachsen war, bemerkte es, dass seine Flügel ein klein wenig größer waren, als die seine Kumpanen aber es versuchte nicht herauszubekommen, ob dahinter möglicherweise ein Grund verborgen sein mochte. Es fuhr einfach damit fort, seine Zeit damit zu verbringen, so wie alle anderen im schmutzigen Boden nach Futter zu suchen. Die Hühnermutter verdiente ihrer aller Unterhalt damit, dass sie einfach immer weiter Eier legte, so ging ihr Leben weiter, Tag für Tag.

Dann, eines Tages sah das Adlerjunge nach oben, und erblickte einen riesigen Vogel, mit großen Flügeln - er schwebte im Himmel weit, weit oben. Das Adlerjunge wandte sich an seine Freunde und fragte: "Was ist das für ein Vogel dort oben?"

"Oh, das ist ein Adler", antworteten diese. "Was ist ein Adler?", fragte der junge Adler neugierig. " Das ist ein riesiger Vogel, der hoch in den Lüften fliegt, weit oben über allen anderen Vögeln und er hat eine große Übersicht über alles, was unter ihm liegt. Er bekommt ein wirklich großes Bild, von dem was überall so geschieht - und er sieht eine Menge...." Wir können so was nicht tun, wir sind nur Hühner.

"Oh", sagte das Adlerjunge, ging zurück und scharrte weiter im Boden nach Körnern, so wie seine Kompagnons.

Von da an, schaute der junge Adler Tag für Tag durch den Hühnerstall, ab und zu wann er danach nach oben guckte erspähter er hoch über sich wieder Adler, die dort ihre Kreise zogen. Und plötzlich, eines Tages dachte er bei sich: Ich könnte das auch, wenn ich nur wüsste, wie man fliegt. Dieser Gedanke faszinierte ihn so sehr, das er seinen Freunden erklärte: Ich denke darüber nach, mir selber das Fliegen beizubringen, sodass ich eines Tages auch hoch in die Lüfte steigen kann.

Seine Kumpel schauten in an. Horror und Unglauben stand in ihre Gesichter geschrieben und sie schrien ihn an: "Nein, nein das kannst Du nicht tun - es ist sehr gefährlich! Du bist sehr viel sicherer hier innerhalb des Zaunes, wo der Draht uns davor schützt angegriffen zu werden. Und wir müssen doch auch gar nicht viel tun. Nur ein paar Eier legen, jeden Tag um den Farmer bei Laune zu halten. Und hier drinnen sind wir alle gleich, wir sehen alle gleich aus und das fühlt sich doch gut an. Aber draußen sind alle verschieden, Du weißt nicht, was Dir blüht und es ist nicht sicher."

Der Adlerjunge dachte lange über das, was seine Freunde zu ihm gesagt hatten nach und schlussendlich dachte er: Nun sie müssen es wohl am besten wissen, nach allem was sie erlebt haben. Denn sie sind hier ja schon viel länger als er. Und so machte er weiter damit auf dem Grunde herum zu picken.

Aber nach einer kurzen Weile guckte er doch wieder nach oben und er sah einen Adler hoch über sich und wieder kam ein neuer Gedanke in ihm zu Vorschein: Ich frage mich, ob ich ein Adler werden könnte? Von da an stand er im Stall und bewegte seine Flügel auf und ab, auf und ab..., er versuchte ein kleines bisschen vom Boden abzuheben. Das staubte natürlich. Was die anderen Hühner ziemlich störte.

"Hey, das kannst Du nicht machen! Das ist ungemütlich, Du störst uns alle!" schrien sie. "Wir wollen, dass die Dinge so bleiben wie sie sind, nett und ruhig" "Du schaffst es nie, es ist unmöglich, viel zu schwer - Du bist verrückt!" Das und einiges mehr sagten die Hühner und sie lachten es aus und spotteten über die schwachen Versuche des Adlerjungen vom Boden abzuheben.

Aber jeden Tag flatterte der Adler mit seinen Flügeln und er bemerkte, dass sie dabei immer ein wenig stärker wurden - bis er eines Tages tatsächlich vom Boden abheben konnte, für ein, zwei Sekunden. "Ja, ja ich kann es", schrie er vor Aufregung, sicher, dass er damit sein inneres Gelöbnis fortführen würde. Und so führte er Tag für Tag seine Übungen fort, jeden Tag gelang es ihm, ein Stückchen höher vom Boden abzuheben.

Seine Kumpel fuhren damit fort, auf dem Grund herum zu picken, sie schauten auf ihn in Verachtung und Unglauben, dazu begannen sie sich von ihm zurückzuziehen und wiederholten immer aufs Neue, dass er es nie schaffen würde. Und so dachte er manchmal bei sich, die haben wohl doch recht und fühlte sich nahe daran aufzugeben. Aber irgendetwas in seinem Inneren brachte ihn doch immer wieder dazu in seine Bemühungen fortzufahren.

Und dann eines Tages fühlte der Adler einen enormen Zuwachs an Kraft.

Nach dem alle Schritte getan wurden, die getan werden mussten und getan werden konnten und alles was nötig war zu lernen, gelernt war, bewegte er seine Flügel auf und ab,
hob ab und flog. Hoch in die Luft, über den Stall. Höher und höher erhob er sich, weit hinauf in den Himmel, und als er das tat, merkte er plötzlich, wie eine warme Thermik aufkam, ihn ergriff und unterstützend weiter hinauf und hinwegtrug. Wie er so immer höher stieg, fiel ihm auf, dass ihm das Fliegen immer leichter fiel.

Tief unten im Hühnerstall, da guckten die Hühner nach oben, sie sahen, zu wie Ihr Gefährte aus Ihrem Blickfeld verschwand, dachten kurz: "Oh ich wünschte, ich könnte das auch" bevor sie Ihr Haupt wieder senkten und begannen aufs Neue nach Körnern zu picken.

...WER BIST DU?



      
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