Metaphern - Geschichten zum Nachdenken      

Die anhängliche Krawatte

Es war einmal eine blaue Krawatte, die konnte sich nicht anpassen. Wie auch immer ihr Herr sich kleidete: sie blieb blau. Das sah oft gar nicht gut aus. Am wenigsten vertrug sie sich mit den grünen Hemden und Anzügen. Sie duldete diese andersfarbige Nachbarschaft nur, wenn niemand hinsah. Aber schon bei der Prüfung im Spiegel und erst recht, wenn andere Menschen zusahen, biss sie schreiend um sich. Das gefiel ihrem Herrn so wenig, dass er sie nur noch dann aus dem Schrank holte, wenn er sicher sein konnte, dass sie sich in die Gesamtharmonie seiner Kleidung einfügte.

Da er selten an mehreren Tagen dasselbe trug, musste er die Krawatte öfter hängen lassen, als dieser lieb war. Da beschloss sie, sich zu rächen.

Als er sie das nächste Mal benutzte, legte sie sich so eng um seinen Hals, dass er kaum noch atmen konnte, jedenfalls war ihm sehr unbehaglich zumute. Und immer wenn er sie lockerte, zog sie sich wieder zusammen, um ihn erneut zu quälen.

"Das hast du nun davon," dachte der Schlips hämisch, "wenn du mich öfter trügest, würde ich von selbst weiter und bequemer."

"Die Krawatte muss eingelaufen sein," dachte der Herr, "denn mein Hals ist nicht dicker geworden, das merke ich an den Oberhemden. Tja, mein Freund, so leid es mir tut, ich muss dich in die Kleidersammlung geben."

Auf diesem Wege kam die Krawatte zu einem anderen Mann, den es nicht störte, wenn sie sich mit den anderen Farben nicht vertrug; er hatte auch nicht das Geld, sich mehrere Krawatten zur Auswahl zu halten. Und so leistete die eigensinnige die Arbeit mehrerer Schlipse. Kein Wunder, dass sie in ihrem Eifer, immer dabei zu sein, allmählich auffiel. Es kümmerte sie aber nicht, wenn man sich über ihre Farbe lustig machte, war sie doch der Blickfang der gesamten Kleidung.

Tagtäglich wurde sie nun zur Schau getragen und tat, was sie konnte, ihrem Herrn gefällig zu sein, um ihn gefällig zu machen. Und wenn sie auch nach und nach verschliss, so dass ihr schließlich jeder Griff wehtat, so war sie doch froh, gebraucht zu werden und bewies ihre Anhänglichkeit, indem sie sich trotz aufkommender Schwäche tadellos hielt. Nur die Farbe verblich mit der Zeit.

Verfasser unbekannt

      > zurück zur Übersicht                    > nächste Metapher/Geschichte

 

Schreiben Sie Ihre Meinung über die Geschichten und Metaphern >>Meine Meinung
Sie finden diese dann unter >>Meinungen/Rezensionen von Lesern

Schicken Sie doch diesen Link mit den wundervollen Metaphern und Geschichten an viele Menschen.
Sie wissen, alles, was Sie geben, geben Sie sich selbst

  Metaphern für (Beispiele) und motivierende Geschichten zum Nachdenken -Sammlungen, Texte, Sprüche, Gedichte - Metaphern und Geschichten-Sammlungen zum Nachdenken (Motivation), Texte, Sprüche, Gedichte - Metaphern und Kurzgeschichten-Sammlungen, Metaphernsammlung, Gedanken und Lebensweisheiten zum nachdenken Texte, Sprüche, Gedichte, Geschichten fürs Training, Metaphern fürs Training, Metaphern fürs Seminar, Kurzgeschichten fürs Seminar

Das Copyright gehört den jeweiligen Autoren, die aber leider häufig nicht bekannt sind. Sollte hier jemand
Autoren ergänzen können, bitte ich um Nachricht.
 


 

 > Metaphern

 > Inspirationen

 > Affirmationen
















 
Erschaffe Möglichkeiten in deinem Kopf
                         und kreiere dein eigenes Leben
                                                  Sie haben immer die Wahl
               Startseite | Coaching /Beratung | NLP Ausbildung | NLP-Schnupperkurse | Seminare | Über uns | Kontakt | AGB | Impressum/Datenschutz
                                                                                                                                                                  Metaphern | Inspirationen | Affirmationen | Links
Menschen mehr Freiheit
zu ermöglichen.
Das ist meine Arbeit