Metaphern      

Vom Dorftrottel zum Dorfweisen

In einem kleinen Dorf lebte vor langer Zeit ein Bub, der etwas langsamer war, als die anderen und sich auch schwertat beim Sprechen. Deshalb waren die Bewohner der Meinung, der Bub sei dumm und verspotteten ihn. Als er zu einem Mann herangewachsen war, galt er als Dorftrottel.

Egal, was er machte und was er sagte. Er bemühte sich, so wie die anderen zu sein und auch so zu sprechen – aber er wurde immer gehänselt und ausgelacht.

Eines Tages kam ein Gelehrter in das Dorf. Er unterhielt sich mit den Dorfbewohnern, bekam von ihnen Speis und Trank. Alle Dorfbewohner waren der einhelligen Meinung, dass der Gelehrte ein sehr weiser Mann sei.

Da nahm der Dorftrottel allen Mut zusammen, suchte den weisen Mann auf und vertraute ihm sein Leid an.

Der Mann hörte aufmerksam zu und sagte schließlich: „Das kannst du leicht ändern. Mach es in Zukunft so: Wenn wieder mal einer etwas berichtet oder erzählt, musst du antworten: Das glaube ich nicht! Das musst du mir schon beweisen – oder – wie kannst du dir da so sicher sein?“

Der Gelehrte fuhr fort: „Und das Lustige daran ist, diese Fragen können nicht beantwortet werden und es gibt auch nichts zu beweisen. Wenn jemand zu dir sagt: Heute ist ein herrlicher Herbsttag. Dann antworte ihm: Beweis mir, dass dies ein herrlicher Herbsttag ist! Du wirst sehen, dass derjenige es nicht beweisen kann.“

Der Dorftrottel nickte zustimmend.

„Und wenn jemand sagt: Diese Rosen duften gut. Dann soll er beweisen, dass die Rosen gut duften. Oder frag ihn: Wie kannst du sicher sein, dass die Rosen gut duften? Du wirst sehen, die Menschen werden sich dann unterlegen fühlen.“

Ein Jahr später kam der Gelehrte auf seiner Wanderung wieder zum Dorf. Der frühere Dorftrottel war nun Vorsitzender des Dorfrates und galt im ganzen Dorf aufgrund seines Wissens und seiner Weisheit als besonders angesehen.

Als der ehemalige Dorftrottel und der Gelehrte zusammen saßen, berichtete er dem Gelehrten: „Es ist schon seltsam. Noch vor einem Jahr galt ich als Dorftrottel. Nun bin ich Vorsitzender des Dorfrates. Aber ich bin noch immer derselbe Mensch. Ich habe nur deinen Rat befolgt. Ich fordere die Menschen immer auf, mir zu beweisen, dass die Dinge wirklich so sind, wie sie sie sehen. Ich hätte niemals gedacht, dass es so einfach sei."

Da sah ihn der Gelehrte lange an und sprach endlich: „Was glaubst du, wie ich ein Gelehrter geworden bin?"

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